Osterhase ist ein junger...
Guten morgen liebe VOLMamas,
Was Hasen und Eier mit Ostern zu tun haben und wo der Ursprung des Osterfestes liegt.
Das bunt bemalte Ei als Sinnbild des Osterfestes spielt als Schmuck und für Kinder beim Eiersuchen eine große Rolle. Das Schenken von Ostereiern wurde im 17. Jahrhundert populär. Dass die Hühnerprodukte allerdings vom Osterhasen gebracht bzw. versteckt werden, ist relativ neu: Der als fruchtbar bekannte „Hoppler“ kam aus jenen deutschen Landen, aus denen auch der Weihnachtsbaum importiert wurde, und tauchte in vielen Gegenden erst vor einigen Jahrzehnten auf. Früher brachten Hahn, Himmelshenne, Ostervogel, Kuckuck, Storch, Fuchs oder gar der Palmesel die gefärbten Cholesterinspender.
Zinseier
Warum an Ostern gerade die Eier eine so große Bedeutung haben, ist nicht eindeutig zu klären. Ein möglicher Grund liegt im Mittelalter, als viele Bauern Leibeigene waren. Im Frühling wurden die ersten Abgaben an die Grundherren geleistet, meist in Form von Eiern, den sogenannten Zins-eiern. Das Färben der Ostereier ist eine Mode, die wohl aus der Barockzeit stammt, das kunstvolle Verzieren fand seinen Weg aus dem Böhmischen nach Bayern und Österreich. Als Eierlieferant taucht der Hase vor rund 300 Jahren auf. Biblische Hintergründe hat der Osterhase nicht. In einer liturgischen Handschrift aus dem 12. Jahrhundert wird der Ostertext mit einem Initial eröffnet, das einen Hasenkopf mit langen Ohren zeigt, der auf das österliche Messgebet schaut. Kirchenlehrer Ambrosius (gestorben 397) aus Mailand verglich den Wechsel des Hasenfells vom Winter- zum Sommerbalg mit der christlichen Verwandlung bei der Auferstehung.
Ovaler Aberglaube
Rund ums Ei, seine Farben und Symbole gibt es einen reichen Aberglauben: So droht in der Steiermark jenen, die zuerst ein blaues finden, Unglück, wer ein rotes zuerst erspäht, hat drei Tage Glück. Besondere Bedeutung haben die am Gründonnerstag gelegten sogenannten Antlasseier, ein Name, der sich aus der „Entlassung“ der „Grünlinge“ (= Täuflinge) und Büßer aus der Kirchenbuße herleitet. Sie sollen dafür sorgen, dass man das ganze Jahr über vor Schäden aller Art bewahrt wird – vorausgesetzt, man isst sie samt Schale. Über den Ursprung des Osterfestes streiten die Experten. Dass es auf ein Fest zu Ehren der germanischen Frühlingsgöttin ,,Ostara“ zurückgeht, behauptet der Mythologe Jakob Grimm. Tatsache ist, dass das christliche Fest der Auferstehung vom Konzil von Nicäa im Jahr 325 auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühjahrs festgesetzt wurde.Dass dieser Termin mit der Tag-und-Nacht-Gleiche und zu dieser Zeit stattfindenden älteren heidnischen Bräuchen zusammenfiel, war beabsichtigt: Das Wiedererwachen der Natur, der Sieg der Sonne über die Kälte wird umgedeutet zum Sieg Christi über den Tod, die Auferstehung Christi zum kosmischen Ereignis.
Wünsche allen einen schönen Karsamstag,
Sabine