Die grössten Risiken für das...
Was schadet dem Gehör am meisten?
– Besonders schädlich ist impulshaltiger Schall: Das ist ständiger Wechsel von Ruhe und extremem Lärm, z. B. permanenter Wechsel von Schlagzeugbeats oder das scharfe Klirren einer Flaschenabfüllungsanlage. Richtwert für den Arbeitsschutz ist eine Exposition von 85 Dezibel (dB) über acht Stunden täglich. Zum Vergleich: Lautes Schreien erreicht etwa 85 dB, eine Kreissäge 100 dB. Viele Industriearbeitsplätze erreichen oder überschreiten diesen Wert, wenn die Beschäftigten keinen Gehörschutz tragen. Doch Vorsicht: Wird der Gehörschutz nur fünf Minuten pro Stunde abgesetzt, so vervielfacht sich die biologisch wirksame Belastung für das Gehör.
– Fast jeder hat schon mal die Erfahrung gemacht, dass die Ohren pfeifen oder klingeln, nachdem er eine laute Maschine ausgeschaltet hat oder aus einem lauten Konzert oder der Disco kam. Diese Ohrgeräusche sind Anzeichen eines geringfügig verminderten Hörvermögens.
– Ist das Gehör nur einmal großem Lärm ausgesetzt, spielt das keine Rolle. Häufige oder regelmäßige Belastung schränkt die Gehörfunktion jedoch dauerhaft ein. Ohrgeräusche, die länger anhalten (Tinnitus), sind jedoch immer ein Alarmsignal. Im harmlosesten Fall steckt eine Erkältung dahinter, im schlimmeren ein Hörsturz.
– Schadet auch leichte Dauerberieselung, etwa durch Walkman oder MP3-Player, dem Hörvermögen? Nein, wenn die kritische Grenze von 85 dB nicht überschritten wird, sind keine organischen Schäden oder Funktionsdefizite des Gehörs zu befürchten.
– Wenn man lange das Mobiltelefon benutzt, kann das Ohr heiß werden – ein Risiko für das Gehör? Darüber ist nichts bekannt – das Handy kann Außenohr und Kopfoberfläche erwärmen, nicht aber die empfindlichen Strukturen des Innenohrs.