Zum Frauentag - Frauen immer noch...
Sie arbeiten häufiger in schlecht bezahlten Teilzeit-Jobs, machen seltener Karriere und haben weniger Freizeit: Frauen, auch in entwickelten Ländern, haben im Berufsleben gegenüber Männern nach wie vor das Nachsehen. Auch wenn immer mehr Frauen berufstätig sind und sich selbst versorgen können, haben sie dennoch bei weitem noch nicht die gleichen Chancen und Bedingungen wie Männer, wie verschiedene Organisationen am Montag zum Internationalen Frauentag mitteilten.
In den OECD-Ländern sind inzwischen 62 Prozent der Frauen berufstätig - im Schnitt verdienen sie aber ein Fünftel weniger als Männer. Während ein Viertel der Frauen in Teilzeit arbeitet, sind es bei den Männern gerade mal sechs Prozent. Unter anderem wegen des höheren Anteils an Teilzeitarbeit verdienen Frauen durchschnittlich weniger als Männer.
Nach wie vor sind es auch hauptsächlich Frauen, die in bezahlte oder unbezahlte Elternzeit gehen. Frauen verbringen mindestens doppelt soviel Zeit wie Männer damit, sich um Kinder oder ältere Angehörige zu kümmern. Dafür haben Männer mehr Freizeit. Und in allen OECD-Ländern haben Frauen ein größeres Armutsrisiko.
Generell verdienen Frauen mit Kindern im Durchschnitt ein Drittel weniger als Männer. Demnach arbeiten Frauen mit Kindern auch öfters Teilzeit als Männer oder Frauen ohne Kinder. Besonders groß ist das Risiko für Frauen, benachteiligt zu werden, demnach in ländlichen Gebieten und in der Landwirtschaft.