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Stillen und Übergewicht

von Gabriela am 04.10.2009 um 20:32 | 636 Aufrufe

Hallo liebe VOLmamas,

schaut mal - bin da über einen interessanten Artikel gestolpert... wenn man es sich immer aussuchen könnte... Hätte selber gerne gestillt - musste aber nach 4 Wochen leider auf Flasche umstellen.

Wie war das bei Euch - hat das Stillen (damals) bei Euch auf Anhieb geklappt???

Liebe Grüße & schönen Abend,

Gabi 

 

München (pte/29.04.2009/13:45) - Baby-Fläschchennahrung kann zu
Übergewicht von Kleinkindern führen, da es mehr Proteine als Muttermilch
enthält. Das besagt eine Studie des EU-Forschungsprojekts EARNEST im
American Journal of Clinical Nutrition. "Dass Stillen vor späterem
Übergewicht schützt, war bisher bereits bekannt. Jetzt konnte gezeigt
werden, dass der niedrige Proteingehalt der Muttermilch dafür
verantwortlich ist", erklärt Studienleiter Berthold Koletzko vom Zentrum
für Gesundheitswissenschaften der Universität München
http://www.mc-health.uni-muenchen.de im pressetext-Interview.
Beobachtungen aus dem Tierreich führten auf diese Spur. "Kälber und
andere Tiere, die nach der Geburt schnell an Größe und Gewicht zunehmen,
trinken Milch mit hohem Eiweißgehalt", so der Ernährungswissenschaftler.

Die Forscher aus fünf Ländern versorgten Mütter von 1.000 Säuglingen
während des ersten Lebensjahres mit Fläschchennahrung, die nach dem
Zufallsprinzip entweder viel oder wenig Eiweiß enthielt. Als
Vergleichsgruppe beobachtete man die Entwicklung von 300 Kindern, die
voll gestillt wurden. Nach diesem Jahr waren Babys mit eiweißreicher
Nahrung schneller gewachsen. An ihrem zweiten Geburtstag wiesen zwar alle
Gruppen dieselbe Durchschnittsgröße auf, während jedoch die Waage
Unterschiede zeigte. Babys, die anfangs mit eiweißreicher
Fläschchennahrung gefüttert wurden, waren schwerer als die mit
eiweißarmer Nahrung. Letztere wiesen dasselbe geringere Gewicht auf wie
gestillte Kinder.

Ursache für das höhere Gewicht durch mehr Proteine liegt bei der höheren
Produktion von Aminosäuren, die bestimmte Hormone wie Insulin
stimulieren. Diese sind wiederum für Wachstum und Gewicht entscheidend.
Auch wenn hohes Gewicht im Babyalter harmlos ist, gilt es als
Risikofaktor für späteres Übergewicht. "Frühe Ernährung programmiert den
Stoffwechsel langfristig, wobei besonders die Nahrung im ersten
Lebensjahr und während der Schwangerschaft prägt", so Koletzko. Da auch
hohes Geburtsgewicht die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht im weiteren
Lebensverlauf vergrößere, stelle auch eine schlecht eingestellte
Schwangerschaftsdiabetes ein Problem für das Gewicht des Kindes dar.

Diese Ergebnisse legen die Verwendung proteinarmer Fläschchennahrung bei
Säuglingen nahe. Das Gesetz sieht für Fläschchennahrung einen Gehalt von
1,8 bis 3,0 Gramm pro 100 Kilokalorien vor, Muttermilch enthält hingegen
laut Koletzko nur rund 1,8 Gramm. "Der Grund dafür ist die Angst der
Ernährungswissenschaft vor der Säuglings-Unterversorgung, die in früheren
Jahrzehnten auch berechtigt war. Man neigte dazu, Kindern lieber etwas
mehr zu verabreichen." Früher entsprach das Eiweiß der Babynahrung
gelegentlich auch Werten um 3,5 Gramm, wie etwa Kuhmilch aufweist.
"Kuhmilch wird in bildungsferneren Schichten manchmal noch immer als
Muttermilchersatz verwendet. Jedoch schon allein aufgrund des
Proteingehalts ist sie im ersten Lebensjahr nicht zu empfehlen."

Auch wenn die Forschung bemüht ist, Fläschchennahrung schrittweise zu
verbessern und an Inhaltsstoffe der Muttermilch anzugleichen, scheinen
deren Vorteile unerreichbar. "Die große Anzahl von über 1.000 Komponenten
in der Muttermilch ist geradezu phantastisch. Sie enthält unter anderem
Baustoffe und funktionelle Eiweiße, Antikörper, Hämoglobin und weiße
Blutzellen, sowie auch Botenstoffe wie Insulin und Hormone. Auch die
Fette sind anders angeordnet als in Kuhmilch." Die Wirkung vieler
Inhaltsstoffe sei jedoch bisher noch unbekannt, gibt Koletzko zu
bedenken.

Aufgrund dieser Vorteile empfiehlt es sich für Mütter, ihre Kinder nach
Möglichkeit während der ersten vier bis sechs Lebensmonate ausschließlich
zu stillen. "Der Infektionsschutz des Kindes reift in dieser Zeit erst.
Falls es notwendig ist, bietet jedoch Teilstillen mit Beikost einen
gewissen Schutz vor Durchfall und Infektionen", so Koletzko. Für die
Länge der Stillperiode gibt es keine Regel. "Zwar empfiehlt die WHO eine
Teilstillung bis zum zweiten Lebensjahr, doch hat dies keine
medizinischen Gründe. In erster Linie ist es eine Frage, was Mutter und
Kind wollen."

In Bayern werden derzeit ein Monat nach Entbindung 90 Prozent der
Säuglinge gestillt, nach einem halben Jahr beträgt der Anteil noch die
Hälfte, wobei sich zu diesem Zeitpunkt noch jedes fünfte Kind
ausschließlich von Muttermilch ernährt. "Der Trend geht in Mitteleuropa
hin zu mehr und längerem Stillen. Dazu beigetragen hat die Tatsache, dass
Stillen ein Teil der Normalität geworden ist und daher keine
intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Thema mehr nötig ist",
berichtet Koletzko. Der Ernährungsspezialist plädiert jedoch für einen
unverkrampften Diskussionsstil über die Thematik. "Früher wurde die
Stilldiskussion geradezu dogmatisch als Frage um Leben und Tod geführt.
Darum geht es beim Stillen jedoch nicht. Wenn eine Mutter aufgrund von
Arbeit, Krankheit oder Ernährungsproblemen nicht stillen kann, ist sie
deshalb keine schlechte Mutter." (Ende)


Quelle: pte; Redakteur: Johannes Pernsteiner (April 2009)

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hallo

von kaeferle am 05.10.2009 um 07:54

Die Grosse hab ich voll gestillt, dann halt Beikost und weitergestillt bis sie 8Monate war. Sie wollte absolut keine Flasche.

Die Kleine hab ich aber nicht gestillt, weil ich das nicht mehr wollte. Dafür hat der Papa fleißig die Flasche gegeben. Im hat das voll gefallen und ist dafür auch in der Nacht sogar aufgestanden.

Meine Kleine hat sich trotzdem gut entwickelt.

Antworten

also

von baba303030 am 05.10.2009 um 07:21
geändert am 05.10.2009 um 07:24

ich hab den grossen bis zu 15. mon. u. den kleinen bis zu 14. mon. gestillt. beide habe ich bis zum 6. mon. vollgestillt, dann eben mit beikost. meine wollten sich auch nicht auf budelnahrung umstellen lassen. nach meiner ersten geburt hat es ca. 1 woche gedauert bis ich muttermilch hatte, aber ich habs trotzdem geschaftt. beim 2. hatte ich bereits einen tag nach der geburt schon milch. beiden haben auch relativ viel durchs stillen zugenommen u. ich dafür abgenommen. nach 4 mon. hatte ich mein ursprungsgewicht. würde wieder stillen, finde es nicht nur praktisch, sondern auch günstig. lg babsi

Antworten

Hi Gabi

von happy_Mama am 04.10.2009 um 22:50

also bei mir hat es gleich sehr gut geklappt mit dem Stillen, aber ich musste nach 6 Wo. leider aufhören und schnell abstillen (mit Medis), da ich wieder selbst Medikamente wegen dem Rheuma brauchte und das hat sich natürlich nicht mit dem Stillen vertragen. Würde, falls es ein 2. Kind gene sollte, gar nicht stillen, (halt aus dem genannten Grund). Hab aber sehr genossen, dass ich stillen konnte, wenn auch nur mit so nem Plastikhütchen, weil es sonst zu weh tat, so wie die kleine Maus dran gezogen hat... Aber buddeln hat auf jedem Fall Vorteile (muss nicht immer die Mama machen ;-)   gute Nacht und liebe Grüße

Antworten

:-(

von Patricia_88 am 04.10.2009 um 21:31

ich hab mich auch abgeplagt-die ersten wochen mit dem stillen--nach mehreren brustentzündung-milchstaus und und und.....haben wir dann auf anraten von der hebamme aufgehört :-(     da tropfte nicht mehr die milch, sondern das blut -AUA-!

und dazu kam auch noch, dass die kleine auch noch nicht richtig den saugrefelx hatte :-(

hoffe beim nächsten funktioiert es besSer ;-)

einen schönen abend noch!

LG

Antworten

hi

von JuRoN am 04.10.2009 um 21:12

bei meiner ersten tochter hats mit dem stillen nicht so geklappt, ich hab dann auch recht schnell aufgegeben.

bei meiner zweiten tochter hats super funktioniert. keine probleme gehabt, bis auf das eine, dass sie einen reflux hatte (erbrach immer alles wieder). musste dann auf spezial nahrung umsteigen. leider.

 

Antworten

Hallo Gabi,

von littlegirls am 04.10.2009 um 20:47

ich habe bei meiner ersten Tochter 2 Wochen voll gestillt und 4 Wochen teilweise. Bei meiner zweiten Tochter habe ich gleich nach 1 Woche stillen dazu gebudelt und nach 2 Wochen war das Thema stillen erledigt. Ich hatte einfach viel zu wenig Milch, so auf die Art "großer Busen  und nix drinnen".  und die Mädels hatten nie genug. Mir persönlich war das Stillen dann auch nicht soooo wichtig, sodass ist dann lieber das Fläschle gegeben habe. Hat auch so seine Vorteile: kann auch mal ein anderer budeln, der mann kann am Wochenende mal aufstehen, um dem Baby das Fläschle zu geben.

lg Heike

Antworten

Ich

von Sandy83 am 04.10.2009 um 20:39

konnte im KH schon super stillen. Das hat alles wunderbar funktioniert. Hatte mehr als genug Milch. Kam mir schon vor, wie so eine Kuh *gg* Musste aber leider aufhören, als Luca 6 Monate war, durch die erneute Schwangerschaft. Hätte aber auch gerne noch länger gestillt. Ich hoffe, dass es beim zweiten Kind genauso super klappt ;-)

LG

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Du Glückliche

von Gabriela am 04.10.2009 um 20:50

Mensch Du Glückliche... bei mir hat irgendwie gar nichts gepasst. Zuwenig Milch, dann zuviel...ein Milchstau nach dem anderen....nach der 4. Brustentzündung mit jedes Mal ca. 40 Grad Fieber hat dann meine Hebamme die Bremse gezogen und gesagt, dass man sich das nicht antun muss... ich hätte es vermutlich weiter versucht - war aber dann froh umgestellt zu haben..Erst dann konnte ich die Mutterschaft in vollen Zügen genießen...habe davor Nächte lang versucht, den Milchstau abzustillen oder abzupumpen... Megastress!! Werde es beim 2. aber sicher wieder versuchen - in der Hoffnung, dass es dann klappt.

lg

Gabi

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