Bewusstsein für richtiges Essen
Hallo liebe VOLmamas,
bin neulich in den VN über folgenden Bericht gestolpert... vielleicht für die eine oder andere von Euch interessant??
Liebe Grüße,
Gabi
Bewusstsein für richtiges Essen
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Obst ist so gut wie Leberkäs. Man muss es den Schülern nur schmackhaft machen.
In der Hauptschule Dornbirn-Baumgarten bereiten sich die Lehrer bereits auf ihre Erstlingsprojekte im Rahmen der Neuen Vorarlberger Mittelschule vor. Eines davon: Gesunde Ernährung für Schüler. Eine Expertin hat das Kollegium auch an Bord. Jessica Sturm, gelernte Diätologin und spätberufene Lehrerin für Englisch und Biologie hat Erfahrung. Sie weiß, „dass man Kinder sehr wohl von ungesunder Ernährung zu gesunder Kost bringen kann.“ Sturm weiß auch, wie das geht. „Da gibt es Wettbewerbe wie zum Beispiel das Ernährungstagebuch. Dort tragen die Schüler jedes Stück Gemüse oder Obst ein und bekommen dafür Punkte.“
Essen ist Gewohnheit
Und weil nicht nur Erwachsene auch mit den Augen essen, soll gesunde Kost für Kinder appetitlich aussehen. „Obstspieße oder Karottenautos – das kommt an“, weiß die Expertin. Die Schüler sollen dazu gebracht werden, das nahrhafte Essen selber zuzubereiten. „Das macht ihnen auch Spaß“, erzählt Jessica Sturm. Allerdings: Was immer in der Schule an Ernährungsbewusstsein geschaffen wird, muss mit entsprechender Unterstützung vom Elternhaus einhergehen. „Kinder essen das, wozu sie erzogen sind. Essen sie zu Hause viele schlechte Sachen, so verinnerlichen sie diese Gewohnheiten. Die Unterstützung der Eltern ist sehr, sehr wichtig.“
Die Folgen
Schlechte Ernährung hat für Schulkinder Folgen. „Man sieht das zum Beispiel bei Ausflügen. Viele Kinder sind nicht mehr in der Lage, eine längere Wanderung problemlos durchzustehen. Das ist neben falscher Ernährung auch ein Problem zunehmender Bewegungsarmut. Deswegen muss gesunde Ernährung auch mit mehr Bewegung einhergehen“, sagt Sturm.
Problem Übergewicht
Dass Handlungsbedarf im Ernährungsbewusstsein von Kindern besteht, belegen Zahlen. „13,5 Prozent aller Pflichtschulkinder sind übergewichtig, 5,1 Prozent davon sind viel zu dick“, macht AKS-Sportwissenschaftler Stephan Schirmer deutlich. Die Zahl der schwer übergewichtigen Kinder hat sich zwischen 1994 und 2004 verdoppelt, blieb danach aber wenigstens stabil. „In anderen Bundesländern ist das Problem des Übergewichts noch größer“, weiß Schirmer. Immerhin habe man in den vergangenen Jahren durch mehrere Initiativen erfolgreich gegensteuern können. Neben falscher Ernährung macht Schirmer auch die Bewegungsarmut für Übergewicht verantwortlich. „Jeder Jugendliche sollte sich täglich eine Stunde richtig bewegen. Kleinere Kinder noch mehr.“